Aller au contenu principal

Der SEED-Ansatz begleitet Gemeinden, Investoren, Projektentwickler und Bewohner bei der Entwicklung zukunftsfähiger Quartiere – von der ersten Idee bis weit über die Fertigstellung hinaus

© Marly Innovation Center
© Marly Innovation Center

Der vom Schweizer Verein für nachhaltige Quartiere getragene SEED-Ansatz orientiert sich an der Vision des WWF für eine regenerative Stadtplanung.


SEED next generation living fördert eine strukturierte und partnerschaftliche Quartierentwicklung, die konkrete Antworten auf die Herausforderungen des Klimaschutzes, der Biodiversität und einer hohen Lebensqualität bietet.


Das Besondere an SEED ist der frühzeitige Einbezug sämtlicher Akteure: Gemeinden, Investoren, Projektentwickler sowie Planungs- und Fachpersonen entwickeln das Quartier von Beginn an gemeinsam.


Diese Zusammenarbeit setzt sich auch während der Betriebsphase fort. Bewohner und Nutzer werden aktiv einbezogen, um Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und den generationenübergreifenden Austausch langfristig zu fördern und die Erreichung der SEED-Leistungsziele sicherzustellen.


SEED endet nicht mit der Fertigstellung eines Quartiers – der Ansatz begleitet dessen kontinuierliche Weiterentwicklung.


Ein klarer methodischer Rahmen – flexibel für jedes Quartier


Jedes Quartier ist einzigartig. Standort, Rahmenbedingungen, Kultur und Entwicklungsperspektiven unterscheiden sich von Projekt zu Projekt. SEED berücksichtigt diese Vielfalt und schafft gleichzeitig einen verbindlichen Qualitätsrahmen, der sich an denselben 30 Leistungszielen orientiert. Gemeinsam decken sie sämtliche Dimensionen einer nachhaltigen Quartierentwicklung im Sinne eines 360°-Ansatzes ab.


Wie die Ziele erreicht werden, bleibt bewusst offen. So können für jedes Quartier Lösungen entwickelt werden, die optimal auf die jeweiligen Gegebenheiten abgestimmt sind.


  • SEED stützt sich auf die Norm SIA 390/1 und richtet Quartierentwicklungen konsequent an den Zielen des Pariser Klimaabkommens aus.

    Das Ergebnis:

    • nachvollziehbare CO₂-Absenkpfade

    • überprüfbare Netto-Null-Strategien

    • zukunftsfähige Quartiere für eine klimaverträgliche Gesellschaft

  • SEED definiert den Anteil unversiegelter Bodenflächen klar und verlangt, dass mindestens 20 % der Quartierfläche der Biodiversität gewidmet sind.

    Das schafft:

    • lebendige Böden

    • ein nachhaltiges Regenwassermanagement

    • attraktive Freiräume für Lebensqualität und Klimaanpassung

  • SEED integriert in der Betriebsphase einen Finanzierungsmechanismus, der jährlich einen Quartierfonds speist.

    Dieser Fonds ermöglicht:

    • die Stärkung des sozialen Zusammenhalts

    • die Unterstützung lokaler Initiativen

    • die kontinuierliche Anpassung an klimatische Herausforderungen

    Ein SEED-Quartier ist ein lebendiges, lernendes und resilientes Quartier.

SEED verbindet alle Beteiligten entlang des Lebenszyklus eines Quartiers und schafft nachhaltigen Mehrwert für jede Zielgruppe.


  • SEED-Quartiere bieten attraktive Lebens- und Arbeitsräume, in denen hohe Lebensqualität und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen.

    Dank einer klaren Governance, eines zweckgebundenen Quartierfonds und regelmässiger Revisionen wird die Qualität des Quartiers langfristig gesichert und kontinuierlich weiterentwickelt.

  • SEED ist ein wirkungsvolles Steuerungsinstrument für Gemeinden. Es stellt sicher, dass die Quartierentwicklung mit den kommunalen Zielsetzungen in Einklang steht – insbesondere in den Bereichen:

    • Klima und Energie

    • Umwelt und Biodiversität

    • sozialer Zusammenhalt

    Von der Planung bis zur Betriebsphase behalten die Gemeinden ihre strategischen Ziele jederzeit im Blick und können deren Umsetzung aktiv begleiten.

  • SEED macht Nachhaltigkeit zu einem langfristigen Wertschöpfungsfaktor.

    Durch die frühzeitige Integration von Klimazielen gemäss der Norm SIA 390/1 entstehen Quartiere, die den zukünftigen Anforderungen des Marktes gerecht werden.

    SEED bietet:

    • transparente und messbare ESG-Bewertungsindikatoren

    • dokumentierte CO₂-Absenkpfade

    • innovative Wirtschafts- und Finanzierungsmodelle

    Das Ergebnis ist ein zukunftssicheres Investment, das wirtschaftliche Performance, Lebensqualität und ökologische Verantwortung nachhaltig miteinander verbindet.

  • SEED unterstützt Projektentwickler dabei, Nachhaltigkeitsziele bereits in den frühen Projektphasen systematisch zu berücksichtigen und bietet:

    • eine klare Priorisierung der Massnahmen

    • eine frühzeitige Identifikation und Reduktion von Risiken

    • einen strukturierten und gleichzeitig flexibel anpassbaren Rahmen

    So entstehen effizientere Prozesse, höhere Planungssicherheit und tragfähige Lösungen über den gesamten Projektverlauf.

  • SEED stellt eine praxiserprobte Methode sowie konkrete Werkzeuge zur Verfügung, um die Leistungsziele bereits in den ersten Planungsphasen zu integrieren.

    Der klare methodische Rahmen unterstützt Planungsteams dabei, Quartiere zu entwickeln, die in ökologischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht überzeugen.

    Die Planungsteams können so die Entstehung von ambitionierten, kohärenten und langfristig tragfähigen Projekten jederzeit messen.

6 Leitprinzipien
30 Leistungsziele
60 Bewertungsindikatoren


  • Klimaverträgliche Energie- und Mobilitätslösungen reduzieren Treibhausgasemissionen und bereiten Quartiere auf die Herausforderungen von heute und morgen vor.

    • DIE FÜNF LEISTUNGSZIELE DES 1. PRINZIPS
    • 1 - Treibhausgasemissionen
    • 2 - Energiebedarf
    • 3 - Energiekonzept
    • 4 - Mobilitätsangebot
    • 5 - Motorisierter Individualverkehr
  • Lebendige Freiräume bilden vernetzte Biotope für Flora und Fauna, fördern natürliche Wasserkreisläufe und stärken die Resilienz gegenüber dem Klimawandel.

    • DIE FÜNF LEISTUNGSZIELE DES 2. PRINZIPS
    • 1 - Lokale Umwelt
    • 2 - Regenwasser
    • 3 - Bodendurchlässigkeit
    • 4 - Biodiversität
    • 5 - Ökologische Kontinuität
  • Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen fördert Suffizienz, regionale Wertschöpfung sowie die Wiederverwendung und den Erhalt von Materialien.

    • DIE FÜNF LEISTUNGSZIELE DES 3. PRINZIPS
    • 1 - Nachhaltige Baumaterialien
    • 2 - Materialströme
    • 3 - Abfallmanagement im Bau
    • 4 - Abfallmanagement im Betrieb
    • 5 - Wasserkonsum
  • Eine partizipative Governance bringt alle Beteiligten zusammen, stärkt die Zusammenarbeit und schafft eine breite Identifikation mit dem Quartier.

    • DIE FÜNF LEISTUNGSZIELE DES 4. PRINZIPS
    • 1 - Lokale und solidarische Wirtschaft
    • 2 - Leben im Quartier und sozialer Zusammenhalt
    • 3 - Soziale Durchmischung
    • 4 - Funktionsmischung
    • 5 - Investitionsmodelle
  • Attraktive und zugängliche Lebensräume schaffen beste Voraussetzungen für Gesundheit, Begegnung und Wohlbefinden – heute und in Zukunft.

    • DIE FÜNF LEISTUNGSZIELE DES 5. PRINZIPS
    • 1 - Städtebauliche Qualität
    • 2 - Urbane Logistik
    • 3 - Barrierefreiheit
    • 4 - Innenraumkomfort
    • 5 - Hygiene und Gesundheit
  • Quartiere entwickeln ihre eigene Identität, indem sie bestehende Qualitäten aufnehmen, kulturelle Vielfalt fördern und lokale Initiativen sowie regionale Ernährungssysteme unterstützen.

    • DIE FÜNF LEISTUNGSZIELE DES 6. PRINZIPS
    • 1 - Heimatschutz
    • 2 - Kunst und Kultur
    • 3 - Lebensmittelqualität
    • 4 - Lebensmittelherkunft
    • 5 - Lokale Lebensmittelproduktion

Gemeinsam entwickeln. Gemeinsam umsetzen. Gemeinsam weiterentwickeln.


Die SEED-Zertifizierung wurde 2010 in der Schweiz auf Initiative des WWF und in enger Zusammenarbeit mit Akteuren der Bau- und Immobilienbranche entwickelt. Sie übersetzt Nachhaltigkeitsziele in konkrete, messbare Ergebnisse und begleitet Quartiere über ihren gesamten Lebenszyklus.

Sie verbindet einen klar strukturierten Zertifizierungsprozess mit einem pragmatischen und anpassungsfähigen Vorgehen. Grundlage bilden messbare Bewertungsindikatoren sowie die geltenden Schweizer Gesetze, Richtlinien und Normen. Damit werden alle relevanten Aspekte einer qualitativ hochwertigen, nachhaltigen Quartierentwicklung berücksichtigt.


Die Zertifizierung basiert auf den Ergebnissen regelmässiger, unabhängiger Revisionen und bestätigt die kontinuierliche Erreichung der definierten Leistungsziele.


  • Der Nachhaltigkeits-Aktionsplan (NAP) bildet das Herzstück des SEED-Ansatzes. Er wird gemeinsam mit allen Akteuren erarbeitet und dient während des gesamten Lebenszyklus eines Quartiers als Orientierungsrahmen.

    Die im NAP festgelegten Lösungen entstehen in interdisziplinären Arbeitsgruppen, in denen sämtliche Interessengruppen – einschliesslich lokaler Akteure – vertreten sind. Während SEED klare Leistungsziele vorgibt, bleibt die Wahl der geeigneten Massnahmen bewusst offen.

    Die Umsetzung des Nachhaltigkeits-Aktionsplans wird durch eine gemeinsame Steuerungsgruppe begleitet, der insbesondere die Unterzeichnenden der Vereinbarung angehören.

    Mit der Unterzeichnung der Mehrparteienvereinbarung und der Genehmigung eines den Leistungszielen entsprechenden Nachhaltigkeits-Aktionsplans wird die SEED-Zertifizierung erteilt.

  • Die Zertifizierung wird in den entscheidenden Projektphasen regelmässig überprüft und erneuert:

    • Planung

    • Realisierung – bei Fertigstellung

    • Betriebsphase – je nach Grösse des Quartiers alle 3-5 Jahre

    Ein unabhängiges Netzwerk von Lehrenden der Fachhochschulen (FH) überprüft in jeder Projektphase die Einhaltung der Leistungsziele.

    Die Revisionen werden durch Berechnungsanleitungen und Bewertungsinstrumente ergänzt, die von externen Fachpersonen validiert und laufend weiterentwickelt werden.

    Der Vorstand des Schweizer Vereins für nachhaltige Quartiere genehmigt die Revisionsberichte sowie die Empfehlungen der Revisoren.

    Die Zertifizierung basiert auf einer Gebührenordnung, die sich nach der jeweiligen Projektphase richtet.

  • Jedes Projekt wird von einem durch SEED und sanu ausgebildeten Integrator begleitet. Er unterstützt die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten und sorgt dafür, dass die Leistungsziele konsequent in Planung und Realisierung integriert werden.

    So können alle Beteiligten gemeinsam die Lösungen entwickeln, die dem Kontext des Quartiers am besten entsprechen.

     Mit seinem transparenten, iterativen Prozess und dem Grundsatz der kontinuierlichen Verbesserung begleitet SEED Quartiere durch alle Projektphasen.

1. Eignungsentscheid

1. Eignungsentscheid

Analyse der Standortvoraussetzungen, des städtebaulichen und ökologischen Potenzials sowie der Übereinstimmung mit den kommunalen, kantonalen und nationalen Planungsvorgaben.

2. Erarbeitung des Nachhaltigkeits-Aktionsplans

2. Erarbeitung des Nachhaltigkeits-Aktionsplans

Im Rahmen eines begleiteten, partizipativen Prozesses entwickeln alle Beteiligten gemeinsam konkrete Lösungen zur Erreichung der 30 Leistungsziele.

3. Mehrparteienvereinbarung

3. Mehrparteienvereinbarung

Der NAP wird von Gemeinde, Projektentwickler bzw. Investor und dem Schweizer Verein für nachhaltige Quartiere gemeinsam verabschiedet. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung erhält das Quartier die erste SEED-Zertifizierung.

4. Planung & Realisierung

4. Planung & Realisierung

Der Nachhaltigkeits-Aktionsplan wird schrittweise umgesetzt und durch regelmässige Revisionen begleitet. Eine gemeinsame Steuerungsgruppe verfolgt die Umsetzung und die Erreichung der Leistungsziele.

5. Betriebsphase & Quartierleben

5. Betriebsphase & Quartierleben

Kontinuierliche Begleitung durch SEED, Optimierungen, Quartieraktivitäten und Erfahrungsaustausch sorgen dafür, dass die definierten Ziele langfristig erreicht werden. Eine Steuerungsgruppe begleitet diesen Prozess im Betrieb.


Jedes Quartier profitiert von einer individuellen und langfristigen Begleitung, damit das Potenzial des ganzheitlichen Ansatzes optimal ausgeschöpft werden kann


Über uns

Der Schweizer Verein für nachhaltige Quartiere wurde 2018 gegründet und ist Träger der SEED-Zertifizierung. Er gewährleistet die Unabhängigkeit der Zertifizierung, sichert die Qualität der Methodik und entwickelt den SEED-Ansatz kontinuierlich weiter.


Der Verein verfolgt das Ziel, die Entwicklung nachhaltiger Quartiere in der Schweiz aktiv mitzugestalten. Gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partnern fördert er lebenswerte Quartiere, die ökologische Verantwortung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Nachhaltigkeit verbinden.


  • Der Vorstand des Vereins setzt sich aus Führungspersonen der verschiedenen Mitgliederkategorien zusammen.

    Er trifft sich viermal jährlich, um die strategische Ausrichtung des Vereins festzulegen und die Weiterentwicklung des SEED-Ansatzes zu steuern.

    • François GUISAN, Präsident
      François GUISAN, Präsident Magenta EKO
    • Catherine MARTINSON, Vizepräsidentin
      Catherine MARTINSON, Vizepräsidentin WWF Schweiz
    • Joël ROCHAT, Kassier
      Joël ROCHAT, Kassier Verein écoquartier
    • Andreas JÖHRI
      Andreas JÖHRI IttenBrechbühl
    • Anne-Laure MAHY
      Anne-Laure MAHY Capvest Advisors
    • Etienne NAGY
      Etienne NAGY Naef
    • Jean LAVILLE
      Jean LAVILLE Conser
    • Laurent JIMAJA
      Laurent JIMAJA Gemeinde Grand-Saconnex
  • Die Geschäftsstelle des Vereins besteht aus einem interdisziplinären Team mit Fachkompetenzen in den Bereichen nachhaltige Quartierentwicklung, Biodiversität, Energie und systemische Ansätze.

    • Sarah Kristin SCHALLES
      Sarah Kristin SCHALLES Geschäftsführerin | Dipl.-Ing. Architektin SIA REG A
    • Gabriella BARANYI
      Gabriella BARANYI Technische Leiterin | Umweltingenieurin

Aufgaben & Kompetenzen

Der Schweizer Verein für nachhaltige Quartiere:

  • entscheidet über die Zertifizierung auf Grundlage der Empfehlungen der Experten der Fachhochschulen

  • sichert die Anwendung und Weiterentwicklung der SEED-Methodik

  • vernetzt zertifizierte Quartiere sowie seine Mitglieder

  • entwickelt Werkzeuge, Weiterbildungen und Fachpublikationen

  • engagiert sich für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Stadtplanung in der Schweiz


Der Verein bietet folgende Dienstleistungen an:

  • Beratung von Gemeinden

  • Mitwirkung in Wettbewerbsjurys

  • Strategische Expertisen und Nachhaltigkeitsberichte

  • Lehre und Weiterbildung

  • Moderation von Veranstaltungen


Mitglieder


Der Verein bildet ein interdisziplinäres Netzwerk aus:

  • Projektentwicklern und Investoren

  • Gemeinden, Kantonen und Nichtregierungsorganisationen

  • Nutzerverbänden und Wohnbaugenossenschaften

  • Planungs- und Fachpersonen sowie Dienstleistungsunternehmen

  • Beobachtermitglieder

Dieses Netzwerk bildet das Fundament des SEED-Ansatzes. Es fördert den Austausch, den Wissenstransfer und die gemeinsame Entwicklung innovativer Lösungen für nachhaltige Quartiere.



Werden Sie Teil von SEED


Mit einer Mitgliedschaft im Schweizer Verein für nachhaltige Quartiere profitieren Sie von einem starken Netzwerk und gestalten die Zukunft nachhaltiger Quartiere aktiv mit.


Als Mitglied:

  • werden Sie Teil einer schweizweit einzigartigen Plattform für den Austausch zwischen öffentlichen und privaten Akteuren im Quartier

  • erhalten Sie Zugang zu Methoden, Werkzeugen und Fachwissen rund um den SEED-Ansatz

  • profitieren Sie von konkreten Erfahrungen aus der Praxis

  • leisten Sie einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung einer qualitätsvollen und nachhaltigen Stadtplanung in der Schweiz